Bild: Daniela Hoffmann-Kruse, TKNRW und Prof. Dr. Sabine Hammer, Martina Deitermann (Studiengangsleitung Physiotherapie), Sebastian Belz (Dozent Osteopathie), Hester van Wijnen (Studiengangsleitung Osteopathie, Master Manuelle Therapie) Antonia Werner-Sam

Diskussion der Dekane mit Daniela Hoffmann-Kruse, TKNRW und Prof. Dr. Sabine Hammer, Martina Deitermann (Studiengangsleitung Physiotherapie), Sebastian Belz (Dozent Osteopathie), Hester van Wijnen (Studiengangsleitung Osteopathie, Master Manuelle Therapie) Antonia Werner-Samson (Studiengangsleitung Ergotherapie). Foto: TKNRW e.V.

Therapeutenkammer - interdisziplinär betrachtet

26.06.2019

Die Hochschule Fresenius in Idstein wird die berufspolitischen Entwicklungen der Heilmittelerbringer auch 2019 weiter wissenschaftlich begleiten.

Die Dekanin des Masterstudienganges Therapiewissenschaften und der Förderverein TKNRW e.V. stehen seit 2017 in Verbindung und tauschen sich regelmäßig aus.

 

1.Termin: Dozentenrunde

 

Mit einem kurzen Impulsvortrag verdeutlichte Daniela Hoffmann-Kruse die aktuelle Situation der Heilmittelerbringer und stellte Ihren Entwurf für ein mögliches Kammermodell der Therapeuten vor, in dem die verschiedenen Bereiche und Funktionseinheiten dargestellt waren. Danach startete ein konstruktiver und lebhafter Austausch mit den anwesenden Dozenten/innen des Fachbereichs der Logopädie, bei dem es auch darum ging, wie sich ein kleinerer Fachbereich wie die Logopädie in einer Kammer aufstellen kann. Schnell wurde deutlich, dass gerade die kleinen Fachbereiche, die Gemeinschaft mit den großen Fachbereichen nutzen können, um ihre Anliegen mit einer „größeren Schlagkraft“ nach außen vertreten zu können.

 

2.Termin: Masterstudiengang (aktuell in der Vorbereitung auf das Symposium 2019)

 

In den vergangenen Jahren hat der jeweilige Masterstudiengang der Therapiewissenschaften sich intensiv mit Themen rund um die Heilmittelerbringer auseinandergesetzt. Jeweils unter dem Fokus einer anderen Fragestellung, forschten die Studierenden hierbei rund um die Belange der Heilmittelerbringer. Die Ergebnisse werden anschließend in Form eines Symposiums in Idstein präsentiert. Die Ergebnisse der Studienarbeiten haben einen bemerkenswerten Eingang in die Diskussion zur Situation der Therapeuten in Deutschland gefunden.

 

Symposium 2017 – „Ich bin dann mal weg… und Symposium 2018 – „Die Zukunft der Therapieberufe“

Ein von den Studierenden erarbeiteter Fragenkatalog wurde vom Team des Förderverein TKNRW e.V. im Vorfeld schriftlich beantwortet und den Studierenden wieder zur Verfügung gestellt. Nun konnten die diese noch weitere Fragen stellen, die sich aus der Bearbeitung des Fragenkataloges ergeben hatten. Es entstand eine spannende Diskussion, an der neben den Studierenden auch Frau Prof. Dr. Sabine Hammer teilnahm. Neben Fragen zur Qualität in den Therapieberufen und bei den Therapieleistungen, ging es um solche mit Bezug zur Kammerfähigkeit. Am Ende dieser Runde konnte Daniela Hoffmann-Kruse für die Arbeit des Fördervereins TKNRW e.V. neue Impulse mitnehmen. Vielen Dank an die Studierenden und Frau Prof. Dr. Hammer für ihr kritisches Hinterfragen und Ihre wertvollen Beiträge zur Unterstützung der Weiterentwicklung unserer Berufe, wie beispielsweise die Frage, warum sich so viele Berufsverbände gegen eine Kammer positionieren, obwohl die Ergebnisse der Studien aus dem Jahr 2018 gezeigt haben, dass insbesondere externe Experten aus dem Gesundheitswesen eine Kammer für uns Therapeuten als sinnvoll und dringend erforderlich ansehen.

 

3.Termin: Dekanen/inenrunde

 

Mit einem überraschenden Einstieg startete Daniela Hoffmann-Kruse in die Runde mit den Dekanen/innen, ……einem Online-Quiz zu berufspolitischen Fragen. Mit ihren Smartphones mussten sie sich beim Online-Quiz Kahoot.de einloggen, sowie den Quiz-Pin und einen Nickname eingeben. Damit konnten sie dann an einem mit dem Förderverein TKNRW und der FH-Bielefeld entwickelten Projekt für den Berufskundeunterricht aktiv teilnehmen. In einem zweiten Teil ging es dann um die Abfrage des Stimmungsbildes zu spezifisch gestellten berufspolitischen Fragen, auch hieran konnten sie unmittelbar online teilnehmen und mitwirken. Dieser Rollenwechsel machte den Dekanen/innen sichtlich Spaß, sie nahmen hoch motiviert und engagiert an den beiden Online-Tools teil, die als Informationstool für den Berufskundeunterricht der Therapieberufe entwickelt wurden (Witton, A.& Walbaum, B. 2018).

 

Abschließend ging es dann noch einmal um das von Daniela Hoffmann-Kruse entwickelte Therapeutenkammermodell (Hoffmann-Kruse, D. 2018) mit vier Berufsgruppen, und dabei besonders um Fragen an die Dekanen/innen der Logopädie. Hier konnten erstmals spezifische Fragen von Daniela Hoffmann-Kruse zur Logopädie mit den vielfältigen Berufsbezeichnungen, den Unterschieden der jeweiligen Ausbildung, und den individuellen Verhandlungen mit der GKV ausführlich und sachkundig beantwortet werden. Die in diesem Bereich herrschende Komplexität einmal grundlegend zu aufzuschlüsseln war ein besonderes Anliegen von Daniela Hoffmann-Kruse.

 

Unser Dank gilt allen Teilnehmern dieser verschiedenen Arbeitsgruppen aus Professoren, Dekanen/innen, Dozenten/innen und Studierenden für ihre engagierte Mitwirkung, ihre kritischen und inspirierenden Fragen, sowie die wertvollen Informationen zu den Besonderheiten der Ausbildung und Berufsausübung in der Logopädie.

Herzlichen Dank auch an Frau Prof. Dr. Sabine Hammer, die einen interessanten Termin mit vielfältigen Fragestellungen und verschiedenen Perspektiven für die Therapieberufe und Therapeuten ermöglicht hat.

 

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